~ What if we drown ~

Sarah Sprinz

Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch beendet, es zur Seite legt. – Und ihr dann einfach nur so da sitzt?
Weil euer Kopf oder vielmehr euer Herz noch so sehr in der Geschichte versunken ist? Und ihr einfach noch nicht loslassen könnt?

Genau so ist es mir nämlich mit „What if we drown“ von Sarah Sprinz gegangen.
Ein Roman, der beim Lyx- Verlag erschienen ist. Der mich schon seit Wochen verfolgt hat, in jedem Buchladen und unzähligen Leseempfehlungen.
Und der mich sprachlos macht.

Was soll man sagen, über ein Buch, das einem das Herz erwärmt, nur, um ihm dann wieder einen schmerzhaften Stich zu versetzen?
Das einem abwechselnd ein Schmunzeln ins Gesicht und Tränen in die Augen zaubert?
Das einen berührt, fesselt? Weil es sich einfach so unfassbar echt anfühlt. So nah. Und ehrlich.

Vielleicht fange ich erstmal mit dem Inhalt an:

Laurie hat den wichtigsten Menschen in ihrem Leben verloren: Ihren Stiefbruder, der eben so viel mehr war als das. Ihr großes Vorbild. Ihr bester Freund, engster Vertrauter. Der, auf den sie immer zählen konnte, bei dem ein Blick ausreichte, um alles zu sagen. Ihr Seelenverwandter.

Sein tragischer Tod reißt Laurie den Boden unter den Füßen weg und irgendwann will sie nur noch eins: Endlich wieder nach vorne blicken. Neu anfangen.

Weshalb sie an die Westküste Kanadas zieht, fort von Familie und Freunden.
Und, um dort den Traum ihres Bruders zu verwirklichen. Medizin zu studieren.

Schnell schließt Laurie neue Freundschaften, stellt sich neuen Herausforderungen. Und verliert ihr Herz.
An Sam, dem sie an der Uni begegnet. Der sie berührt und anzieht, auf eine Weise, die sie bisher nicht kannte. Und der sie besser zu verstehen scheint als irgendwer sonst.

Fast glaubt sie schon, alles könnte endlich gut werden. Perfekt sein.

Zumindest bis sie die schreckliche Wahrheit erkennt: Dass Sam niemand anderes ist als der Mann, der in die Todesnacht ihres Bruders verstrickt ist. Und den sie im Stillen schon so lange gehasst hat.

Kann ihr Herz das aushalten?

Wie man ganz vielleicht, also nur eventuell, schon gemerkt hat, hat mich der Roman sehr begeistert.
Alles, vom Schreibstil, über die Geschichte an sich, bis hin zu den Figuren, ist so gefühlvoll.
Und lässt einem gar keine andere Wahl, als ordentlich mitzufühlen und mitzufiebern.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass keine der Figuren platt oder farblos bleibt.
Sie alle sind gut ausgestaltet, mit so viel Tiefe.
Und sie alle haben sich unfassbar schnell in mein Herz geschlichen.

Da bleibt mir gar keine andere Wahl, als das Buch wärmstens weiter zu empfehlen.