A curse so dark and lonely

~Brigid Kemmerer~

Ein junger Prinz, verflucht von einer Zauberin, verdammt zu einem Dasein als Monster, bis es ihm gelingt, eine Frau zu finden, die ihn aufrichtig liebt?

Klar, diese Geschichte kennt doch jeder. Denkt man zumindest.

Doch in „A curse so dark and lonely“ (dtsch. Titel „Ein Fluch so ewig und kalt“) hat Brigid Kemmerer es geschafft, dieser Geschichte auf fantasievolle und wunderschön-tragische Art und Weise ein neues Gewand zu verpassen.

Und mich damit komplett zu verzaubern.

"For the good of Emberfall"

- "For the good of all."

Als sich Prinz Rhen, der junge Thronfolger von Emberfall, auf eine Liebesnacht mit der Zauberin Lillith einlässt, kann er noch nicht ahnen, dass diese Entscheidung sein Leben und das seines Königreichs für immer verändern wird.

Doch nachdem Rhen ihre Liebe verschmäht, rächt sich Lillith, indem sie ihn und das Schloss mit einem grausamen Fluch belegt: Saison für Saison hat Rhen die Chance, das Herz einer Frau für sich zu gewinnen.
Gelingt ihm das nicht, verwandelt er sich in ein blutrünstiges Monster, über das er keinerlei Kontrolle hat. Und das überall Tod und Zerstörung hinterlässt.

So lange, bis Rhen seine menschliche Form zurückerlangt und er ohne jegliche Erinnerung an die Ereignisse als Monster zurückbleibt.

Während im Schloss alles zu seinem ursprünglichen Zustand zurückkehrt. Mit Ausnahme der Toten, die nicht wiederbelebt werden.

So ziehen undendlich viele Saisons ins Land, bis irgendwann nur noch Rhen und sein loyaler Hauptmann Grey im Schloss übrig bleiben.

Und Grey fällt dabei eine besondere Rolle zu: Zu Beginn jeder Saison ist er in der Lage dazu, die Grenze zu unserer Welt zu überschreiten und nach Washington D.C. zu reisen, um dort eine potenzielle Frau für Rhen zu suchen. Und dann gemeinsam mit ihr nach Emberfall und zu Rhen zurückzukehren.

Harper ist eine junge Frau aus schwierigen Verhältnissen, die bereits früh lernen musste, sich im Leben durchzuschlagen.
Und die keine Sekunde lang zögert, als sie beobachtet, wie ein fremder Mann mit einer bewusstlosen Frau verschwinden will, und eingreift.
Nur um sich im nächsten Moment in Emberfall wieder zu finden. Einem Ort, an dem vieles nicht so ist, wie es auf den ersten Blick scheint…
Und an dem der Wunsch, nach Hause zurückzukehren, schon bald nicht mehr ihr dringendstes Problem ist.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass „Die Schöne und das Biest“ definitiv zu meinen Lieblings-Disneyfilmen gehört.
Als ich dann durch Zufall beim Stöbern in einer Buchhandlung dieses Buch entdeckt habe, war ich zwar etwas skeptisch, musste es aber einfach lesen.

Und mit jeder einzelnen Seite ist meine Begeisterung gewachsen.

Das Setting, diese wunderschöne Welt, die hier kreiert wurde. Und dann die Idee, das märchenhafte Emberfall mit unserer Welt zu verknüpfen, die der Geschichte eine ganz neue Wendung gibt.

Dass außerdem auch die Auswirkungen des Fluches auf die Menschen außerhalb der Schlossmauern bedacht wurden, ist auch ein sehr interessanter Aspekt, der einiges zur Spannung der Geschichte beiträgt.

Und dann die Figuren!
Sie alle haben ihre Ecken und Kanten, der „typische“ Protagonist ist hier nicht zu finden, und alle haben so eine Tiefe, dass sie real wirken.

Und auch die Beziehungen, die hier unter ihnen geknüpft wurden, haben mir hin und wieder ein „aaaaawwwww“ entlockt.

Über den zweiten Teil „A heart, so fierce and broken“ (dtsch. Titel „Ein Herz, so dunkel und schön“) möchte ich hier noch nicht so viel verraten.

Nur so viel: Er ist unfassbar toll und ich kann es kaum erwarten, dass endlich der dritte Teil erscheint. (Januar, bitte komm ganz, ganz schnell!!!!)